Manchmal ist es schwer zu sagen „Hey, ich bin Pfadfinder“, weil oft dann nur dieser Spruch folgt, ob man denn den Pfad schon gefunden habe. Aber dann frage ich mich oft welchen Pfad wir überhaupt suchen. Was müssen wir denn finden? Was bedeutet es eigentlich, ein Pfadfinder zu sein?
Lord Robert Baden Powell hat einst gesagt „Christus gab sein Leben, um uns ein Beispiel zu geben, nämlich „bereit zu sein“ die richtige Sache für andere zu tun“, aber wie kann ich denn das Richtige für andere tun, was ist denn das Richtige – und was nicht. Ebenso hat er gesagt „Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als Ihr sie vorgefunden habt.“ Wie kann ich denn die Welt verändern? Ich glaube am Lauf der Dinge ist nur wenig zu ändern: wenn einer Krieg führen will, kann ich ihn als einzelner schlecht davon abhalten. Aber ich kann mich ändern, meinen Blick erweitern: Andere erfassen, Spuren anderer im Leben sehen, Not erkennen und Hilfe geben. Es sind nur kleine Dinge die ich an der Welt ändern kann, aber dafür sind es die Größten, die mich veränderen. Einfach mal fragen wie es anderen geht und ob es denen vielleicht genauso geht wie mir. Ich denke Pfadfinder sein heißt nicht nur in einer Gemeinschaft zu sein, sondern in einer zu leben, es bedeutet mit anderen, die ihren Blick genauso für andere geöffnet haben, Dinge zu verändern.
Wahr im Reden, verlässlich im Tun, bereit zum Verzeihen und selbstlos im Helfen, dies sind Eigenschaften, die die Pfadfinder zu einer Weltgemeinschaft zusammenschließen. Es mag vieles passiert sein in den letzten Jahren, aber Menschen können vieles daran verändern, ich meine wenn Mauern zerschlagen und Regierungen gestürzt werden können, dann kann auch der Himmel auf Erden geholt werden. Und so kommen wir auch zur richtigen Sache im Leben, als Pfadfinder versuchen wir anderen, die in Not sind zu helfen und für die da zu sein. Genauso gehören der Spaß und die Freude am Leben zur richtigen Sache dazu. Und Pfadfinder können viel Spaß am Leben haben, das habe ich oft genug in den Zeltlagern gesehen und miterlebt. Daher kann ich nur sagen „Ja, ich bin Pfadfinder und warum du nicht?!“
(Den Stamm Warendorf gibt es jetzt schon 30 Jahre allein das zeigt mir doch, das das was wir tun gut ist und daher kann ich nur sagen 30 Jahre …
… und es geht weiter!)
Tobias Reth
Vorstand
DPSG Stamm Warendorf
